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2018-12-10 15:09

Bericht Gibraltar 2011

Wir segeln kurz vor Gibraltar, noch 10 Seemeilen. Bei angenehmen Wind und fast keinen Wellen gleitet das Boot ruhig dem heutigen Ziel entgegen. Blauer Himmel, blaues Wasser die spanische Küste zieht in Sichtweite vorbei. Bei 6 Knoten Geschwindigkeit klingt das Rauschen des Wassers wie Musik in meinen Ohren. Die Segel stehen prächtig, kein Motorengeräusch stört den Frieden hier auf dem Meer.

Kurz vor Gib resize 

 Für morgen ist ein Besichtigungstag, Gib, und vor allem besteigen des Affenfelsens geplant. Möglicherweise treffe ich hier auch die Crew von der Onotoa, im Moment segeln sie 3 Tage hinter mir, aber bei günstigem Wind könnte es sich ausgehen. Am Freitag möchte ich dann weiter in die Algave. Das Erlebnis segeln in Atlantischen Gewässern beginnt hier.

In der Queensway Quay Marina werden wir auch ohne Voranmeldung freundlich aufgenommen und mit Informationen ueber Gibraltar und die Strasse von Gibraltar versorgt. 135 Tage bin ich heuer schon mit Bright Star unterwegs und heute das zweite Mal in einer Marina. Verbrauche einen Teil der guenstigen Marinagebuehr ( 30 Pfund ) mit laengerem Aufenthalt unter der Dusche.

Queensway Quay Marina resizeQueensway Quay Marina resize

 

 

2 Tage Stadtbesichtigung, es haette auch laenger sein koennen, Gib ist sehenswert. Und eine Freude fuer meine Ohren mit anderen Menschen sprechen zu koennen und sie auch zu verstehen.

 

 

Gib Mainstreat resizeJosef und ich in Gib resize

 

 

 

 

 

 

 

Von Sizilien bis hierher habe ich fast keinen Einheimischen getroffen der Englisch sprach.

Stadtbefestigung resizeKanone resize

 

 

 

 

 

 

 Und hier ist alles very british, Fish and Chips, rote Telefonzellen, rote Postkaesten…………………….. 

 

Briefkasten resize

 

 Gibraltar liegt einen Tag hinter mir, die Spuren des Kielwassers sind längst verlaufen, aber in Gedanken hänge ich immer noch an diesem schönen Ort. Der faszinierende Ausblick vom Affenfelsen, rundherum das Meer, oder fast, Gib ist über eine Landzunge mit dem Spanischem Festland verbunden.

 

 

 

Grenze Spanien Gib resizeFlughafen Gib resize

 

 

Als Grenze beider Länder dient die Landebahn des Flughafens und diese beginnt beim Meer und endet auf der anderen Seite ebenfalls beim Meer.

 

 

 

 Auf dem Affenfelsen resizeJunger Affe resize

Überrascht war ich auch über die große Anzahl der Affen, schätze mal über 100. In der zweiten Nacht ist dichter Nebel eingefallen und die großen draußen haben ihre Positionen über ihre Nebelhörner weitergegeben, eine bestimmte Romantik lag dadurch in der Luft.

 

 

Affe in Gib resize

 

 

 

 

 Wir waren am dritten Tag noch einmal in der Stadt frischen Proviant besorgen, und um die Zollfreizone auszunutzen. So um die Mittagszeit hat sich der Nebel gelichtet und wir sind nach dem volltanken losgesegelt. Viele Delfine sind knapp beim Boot vorbeigeschwommen im Hintergrund die Kulisse von Gib. Corinna Corinna gesungen von Ambros hat dann meine Gefühle zum Überlaufen gebracht, habe jede Menge davon über meine Augen verloren. Wie eine Kulisse zogen rechts die Küste Spaniens und links die Küste Afrikas vorbei. In der Mitte wie Perlen auf einer Kette aufgefädelt ein Schiff nach dem anderen. Wir konnten die ganze Straße durchsegeln mal wegen der Strömung gegen uns mit 2 Knoten und dann bei schönem Wind und Schiebe Strom mit bis zu 10 Knoten. Am Abend erreichten mich meine Freunde von der Onotoa die Bogners, leider nur per Telefon, sie kämpften gegen den Strom 15 Meilen vor Gib. Silvia klang schon leicht verzweifelt. Sie wollte ihren begonnen Kuchen bei mir fertigbacken. Auf Onotoa war das Gas aus und dann auch noch Ankunft in der Nacht. Als ich ihr sagte dass die Marina um 22h zusperrt, man kann dann erst am nächsten Morgen hinein, habe ich sie auch nicht besonders aufgebaut. Und heute ist Feiertag in Gib, Independance Day. Also auch heute kein Gas, und morgen ist Sonntag, arme Silvia oder besser armer Helmut denn sicher ist er Schuld das das Gas ausgegangen ist. Wir sind um 19h hinter einer Landzunge vor Tarifa bei viel Wind vor Anker gegangen. Vor uns ein schöner Strand mit tanzenden Schirmen am blauen Himmel von den vielen Kitern die uns mit diversen Kunststücken unterhielten. Hinter uns endlos das Wasser des Atlantiks, als Krönung noch ein kitschiger Sonnenuntergang.

9 Sonnenuntergang 3. Tag resize 

 Ein Currygeschnetzeltes mit Bananenreis und insgesamt fünf Flaschen Wein ( mehr war nicht an Board ) . Gedankenaustausch mit meinem Freund, kenne ich seit über 40 Jahren, wir sind sehr viel zusammen gereist und haben uns auch sonst nie aus den Augen verloren, der Gesprächsstoff hätte langer als bis 2h30 gereicht, aber der Stoff für die Schmierung unserer Gesprächsorgane war dann leider verbraucht.