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2018-12-10 15:39

La Palma November 2012

Der Plan La Palma im Oktober von Teneriffa aus anzusteuern wird Opfer des ersten Suedsturms im heurigen Herbst. Die westlichen Inseln der Kanaren El Hierro, La Gomera, Teneriffa und La Palma bekommen viel Regen und Wind mit bis zu 115 km ab.

Die Crew der Onotoa und ich beschließen eine Planaenderung, wir segeln zurueck nach Osten nach Fuerteventura. In Corralejo 220 Seemeilen von La Palma entfernt wettern wir gut geschuetzt die verbleibenden 25 – 30 Knoten Wind und ein wenig Regen ab. Waehrend es im Westen der Kanaren so richtig ungemuetlich stuermt besuche ich mit den Bogners noch einmal Fuerteventura und Lanzarote .

1 Weinbau Lanzerote

 

 

 

Nach dem Durchzug der Sturmfront geht es erstmals 120 Seemeilen zurueck nach Teneriffa in die Ensenada de Antequea eine meiner Lieblingsbuchten. Zwei Tage Pause und dann beginnen wir die restlichen 120 Seemeilen nach La Palma. Vier Stunden spaeter bekomme ich einen Funkspruch von der Onotoa, Rollanlage von der Genua klemmt. Helmut sieht Draehte vom Stag im Top wegstehen. Wieder zurueck in die Bucht, rauf auf den Mast und die neue Route fuer den naechsten Tag ist retour nach Santa Cruz de Teneriffa. In nur zwei Tagen wird von Diego einem guten Fachmann das Stag abmontiert, erneuert und wieder montiert. Diese sehr gute und schnelle Arbeit ermoeglicht uns den naechsten Start in Richtung La Palma.

2 Ankerplatz Teneriffa3

 

 

Dieses Mal ohne Probleme, außer zu viel  Wind und dadurch zu schnell am Ziel. Trotz kleinsten Reff kommen ich um 4h morgens an der Suedspitze La Palmas an. In der Abdeckung La Palmas schleiche ich mit 2 -3 Knoten die restlichen 15 Seemeilen nach Tazacorte um dort am fruehen Morgen in die westlichste Marina der Kanaren einzulaufen.

 

 

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Sonntagmorgen 18.11.2012, ein freundlicher Marinero der voellig unkompliziert einen Platz in der neuen sehr gut geschuetzten und sauberen Marina zuweist. Bei Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen die erste Erkundung der Umgebung. Tazacorte eine kleine ruhige Stadt liegt inmitten von Bananenplantagen die auf Terrassen vom Meer aus aufsteigen. Beim Bemalen der Hausfassaden bemuehen sich die Einheimischen das kein Haus dem anderen farblich gleicht, heraus kommt ein freundliches buntes Bild. Ein kleiner Strand mit feinem schwarzen Sand ein paar Wanderer, hauptsaechlich Deutsche die das milde Wetter und die Ruhe hier genießen.

 

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Montagmorgen Anmeldung im nun auch offenen Marinabuero. 30 Euro pro Tag fuer meinen Cat ist billiger als in der Marina Teneriffa und es ist hier auch noch sauberer und ruhiger. Bedingt durch die wenigen Boote hier, ca 20 entfaellt auch jeglicher Stress in den Sanitaeranlagen wo es auch jederzeit heißes Wasser gibt. Die nette Dame bestellt auch gleich einen Leihwagen fuer 20 Euro pro Tag der zum Steg geliefert und von hier auch wieder abgeholt wird.

Die naechsten drei Tage erkunden wir mit unserem roten Chevy die Insel. Zuerst die West und Nordseite. Fuer Kurvenliebhaber ein Genuss, auf der ganzen Insel gibt es keine Gerade. Hinauf, hinab durch ueppiges Gruen vorbei an bunten Haeusern. Die Insel, Isola Verde, die gruene Insel genannt, erinnert an Madeira. Ihr zweiter Name Isola Bonita, die schoene, ist ebenfalls gerecht. Unzaehlige Blumen bluehen hier das ganze Jahr. Weihnachtssterne bekannt bei uns in kleinen Toepfen wachsen hier bis zu drei Meter hoch, einzaeunungen von Grundstuecken mit intensiv rot leuchtenden Weihnachtssternhecken erscheinen erstmals ein bisschen unwirklich fuer meine Augen. Unzaehlige Strelitzien und viele andere teilweise fuer mich neue Blumen lassen mich daran zweifeln dass es schon bald Ende November ist.

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220 Seemeilen oestlich, auf Lanzarote und Fuerteventura findet man fast nur Sand, Baeume und Blumen nur wo kuenstlich Bewaessert wird. Unvorstellbarer Unterschied auf diese kurze Distanz, hier auf La Palma wie in der Steiermark im Fruehling und gleich daneben wie in der Sahara. Die Erklaerung  fuer dieses Phaenomen, Berge ueber 2000 m lernen wir nun kennen. La Palma gehoert zu den gebirgigsten Inseln der Welt. Dank seiner reichhaltigen Vegetation mit Farn und Lorbeerwaeldern sowie gepflegten Parks und Gaerten ist die Insel der gruenste Fleck auf den Kanarischen Inseln. Wir erklimmen durch unzaehlige Kurven den mit 2426 m hoechsten Berg Roque de los Muchachos. So schoen das durchfahren der verschiedenen Klimazonen auch ist, hier an der Spitze haelt es uns nicht lange. In den Wolken auf dieser Hoehe ist es kalt und ungemuetlich also wieder runter zum Meer. Temperaturunterschied 15 Grad, den Tag auf dem Boot ausklingen lassen ist die letzte Aufgabe heute.

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Wanderungen sind hier ebenso beliebt wie in Madeira.  Wir entschließen uns die Cascaden von Los Tilos zu erkunden. Mangelhaftes Spanisch laeßt uns die Absperrung die am Schluchteingang wegen des vielen Regens der letzten Wochen aufgestellt wurde umgehen. Ein Erlebnis der besonderen Art folgt in den naechsten Stunden. Immer wieder taucht bis hier her und nicht weiter auf, aber trotz Helmuts besonderen Einsatzes geht es doch wieder weiter. Zuerst findet er ein Brett das uns ueber die erste Endstation wegen tieferen Wassers bringt. Kurze Zeit spaeter stehen wir vor einem kleinen Wasserfall, Helmut geht zurueck er hat eine angespuehlte Leiter im Flußbett gesehen und holt sie. So ueberqueren wir auch dieses Hindernis relativ leicht und kommen wieder ein schoenes Stueck nach oben. Um das naechste aufgestaute Wasser ueberqueren zu koennen werden Steine aufgetuermt  um moegliche Trittflaechen zu schaffen. So schaffen wir es durch den Fluss eingerahmt mit Djungelartiger Vegetation bis an das Ende der Schlucht zu gelangen. Eine 8 m hohe Steilwand zeigt uns dann das Ende unserer Expedition und wir kehren um zum Ausgangspunkt. Ein leichtes Unterfangen mit den bereits beim Aufstieg gebauten Bruecken und den vielen gesammelten Erfahrungen.

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Beim Besuch des Hauptortes Santa Cruz de la Palma beeindruckten mich im Zentrum die vielen alten Haeuser  mit vielen unterschiedlichen Balkonen. Die Stadt ist sauber und ruhig, ausgenommen ein Kreuzfahrer hat angelegt. Die Geschaefte locken dann mit Kreuzfahrer angeboten damit die nur kurz verweilenden Gaeste sich Gluecklich kaufen koennen. 

 

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Mysterioese Felszeichnungen der Ureinwohner in La Zarza dann noch die Ruta de los Volcanos ein Vulkanpfad im Sueden der Insel und schon ist unsere Zeit hier auf La Gomera wieder um. Es hat sich ausgezahlt diese Insel zu besuchen und nur ungern verlassen wir sie so schnell wieder. Neue Ziele warten……………  

 

 

2021