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2018-12-12 00:19

Isla Graciosa und Lanzarote Lanzarote

Am 4.Juli 2012 verabschiede ich mich von Beate, Bernhard und ihrem Sohn Alex. Sie ankerten als eines von zwei Nachbarbooten in der Playa Francesa neben mir. Berhard aus Salzburg und Beate aus Berlin waren mir sofort Sympathisch und so verbrachten wir einige Stunden zusammen und teilten unsere Erlebnisse. Sie hatten ihren Katamaran in Holland gekauft und sind den Flußweg ueber die Donau ins Schwarze Meer gefahren. Durch den Posporus nach Griechenland wo wir uns das erste Mal sahen. Den letzten Winter haben sie in Spanien, Alimera verbracht und sind dann weiter nach Maokko Mohamedania. Genau so wie auch mir hat ihnen Marokko sehr gefallen. Bemerkenswert finde ich mit welcher Disziplin an Board unterrichten. Realgymnasium Fernschule. Nachdem wir beide in Richtung Westen Segeln, werden wir sich unsere Wege sicher wieder kreutzen.

28 Seemeilen nach Arrecife, Großteils mit achterlichem Wind 22 -27 Knoten stark, sind schnell zurueckgelegt. Ankere im altem Hafenbecken in naehe der Werft. Der Hafen sieht nicht sehr einladend aus, ein paar kleine Boote so wie 4 Segler haengen an Moorings. Die Boote sind in einem nicht sehr ansehnlichen Zustand und auch nicht bewohnt. Macht nichts, bin eh lieber alleine. Am naechsten Morgen mache ich mich mit den Schiffspapieren auf den Weg zum Einklarieren. Der Hafen liegt in Laengsrichtung nach Norden es baut sich auch im geschuetzten Bereich bei staendigem Wind um 24 Knoten eine unangenehme Welle auf. Und so komme ich frisch Angezogen ziehmlich Nass bei der Hafenmauer an. Es gibt nur eine Moeglichkeit auf Stufen die hinter großen Fischerbooten versteckt sind auf das Festland zu kommen. Kein Boller oder Klampe ziert den Kai, also befestige ich mein Dinghy an einem Stueck verrostetem Stahl der bei der Hafenmauer herausschaut, und hoffe das die vier Meter lange Leine den Gezeitenunterschied ausgleicht.

1Arricife Ankerplatz

Erster Weg zur Hafenbehoerde, die sagen Ankern im Hafen geht nicht. Aber fuer zwei Tage bekomme ich ein o.k. und darf hier gratis liegen. Auf meine Frage wegen des Einklarierens werde ich einen Haeuserblock weitergeschickt. In der großen Polizeistation sind alle sehr freundlich, aber es dauert lange bis eine Person gefunden wird die ein wenig Englisch versteht. Ich werde einige Male um den Grund meines Besuches gefragt und da ich EU Buerger bin muß ich mich nicht melden. Nach Aehnlichen Erfahrungen in Madeira schaffe ich es Endlich das ein Beamter mit der richtigen Stelle telefoniert. Die soll ich dann mit den Schiffspapieren am Montag aufsuchen. Zum Wochenende haben sie nur Notdienst und außerdem bin ich ja Buerger der EU.

Verbringe den ganzen Tag zu Fuß in Arrecife. Die Stadt ist eine Mischung aus alten und neuen Haeusern, schlendere durch die Gassen, besuche das Castillo San Gabriel. Erfahre hier das Arrecif 1403 als Hafen der alten Hauptstadt Teguise entstand. Der natuerliche Hafen, Arrecif bedeutet Riff, ist von einem Ring aus Inseln und Riffen geschuetzt. Ein zweites schoen restauriertes Castillo steht etwas außerhalb der Stadt. Ein paar kleine Lagunen fallen bei Niedrigwasser trocken, malerisch liegen dann die kleinen Fischerboote auf dem Boden und warten auf die naechste Flut. In der Stadt bekommt man alles, eine große Einkaufstraße im Zentrum und nicht weit weg vom Hafen Interspar, Lidl und sogar Ikea. Außerdem gibt es einige meiner Lieblingsgeschaefte, Marinelaeden mit gutem Angebot und normalen Preisen. Nachdem in der Stadt scheinbar nur Einheimische leben gibt es fuer mich wieder einmal Verstaendigungsprobleme. Alle sprechen Spanisch hier nur ich nicht. Bei der Telefongesellschaft Vodafon weiß niemand etwas mit prepaid anzufangen, sehr wohl aber dann mit dem spanischen Wort Prepago. Mit Geduld und einem Laecheln erreiche ich aber ueberall meine gewuenschten Dinge. Ernte dann auch noch Lob von einer Kellnerin nachdem ich Serveza ( Bier ) bestelle und dann mit La cuenta por favor die Rechnung verlange.

2 Castillo de San Jose

Am naechsten Morgen mache ich mich mit einem Leihwagen auf den Weg, Zwei Tage Inselerkundung liegen vor mir. Das erste Ziel ist die Costa Teguise. Eine neue Stadt oder besser gesagt ein Reservat nur fuer Touristen gebaut, sogar mit Kirche, laesst mich ziehmlich staunen. Mit von der Sonne verbrannter Haut schieben hier hauptsaechlich Englaender ihre teilweise sehr volumoesen Baeuche ohne Bekleidung vor sich her. Viele braten in der Sonne, wollen wahrscheinlich ihre Schmerzgrenze austesten. In den Geschaeften wird gewuehlt, ein Schnaeppchen, irgendetwas fuer spaeter zum Abstauben zu Hause. Ja und dann gibt es hier noch jede Menge real British Pubs.

Im Jardin de Cactus gefaellt es mir schon viel besser. Ein Amphitheater mit 10 000 Kakteen in allen Formen und Groeßen. Super schoen angelegt von Cesar Manrique dem bekanntesten Kuenstler der Insel. Nach vielen Fotostopps, jeder Ort hat seinen Reiz, die Einwohner bemuehen sich das Beste aus der extrem trockenen Gegend herauszuholen. Blumen zieren die Gaerten und muehevoll werden den 125 Vulkanen der Insel Felder abgetrotzt. Jameos del Aqua ist ebenfalls einen Besuch wert. Ein Jameo ist eine Vulkanische Hoehle. Bei Vulkanausbruechen, die letzten hier 1824, stroemen fluessige Lavamassen zu Thal. Wenn unter der erstarrten Oberflaeche weiter fluessige Lava in Richtung Meer fließt entsteht nach dem Erliegen der Vulkantaetigkeit ein Hohlraum, eine Roehre. Stuerzt das Dach dieser Roehre ein, spricht man von einem Jameo. Cesar Manrique hat auch hier eine Attraktion geschaffen indem er zwei offene eingestuerzte Vulkantunnel verbunden durch einen geschlossenen Tunnel in eine Phantasiegrotte verwandelte.

3 Jardin de Cactus4 Jameo, Vulkanische Hoehle

 

 

 

 

 

 

 

5 Teguise6 Garten

 

Vom Mirador del Rio ganz im Norden der Insel, urspruenglich ein militaerischer Beobachtungsposten, 1898 im spanisch amerikanischen Krieg errichtet, hat man aus fast 500 Meter Hoehe einen schoenen Ausblick auf die Insel La Graciosa. Weiter geht es durch Wuestenartiges Land nach Teguise, gegruendet im 15. Jh. war die Stadt Kapitale der Konquistadoren. Weiß getruenchte Fassaden im Kolonialstil mehrere Kirchen und das Castillo de Santa Babara direkt am Kraterrand des Volcan de Guanapay gelegen ergeben zusammen eine gute Ausbeute an Fotos.

7 Aschefelder8 Parque Nacional de Timanfaya

Am naechsten Tag besuche ich den Parque Nacional de Timanfaya. In dem vom letzten Vulkanausbruch voellig zerstoerten Gebiet sind die Interessantesten Vulkane von Lanzarote. Die Straße fuehrt vorbei an Aschehaengen durch Lavafelder von einem Vulkan zum anderen. Mystisch mit eigenem Reitz umgeben, stundenlang fotografiere ich Vulkanisches Gestein in vielen Farbtoenen. Rund um den Nationalpark gibt es viele Weingaerten. Jeder Weinstock wird in einer Grube und teilweise auch noch mit Steinmauern vor dem staendigem Wind geschuetzt. Der Einsatz Landwirtschaftlicher Maschinen ist großteils nicht moeglich, alles Handarbeit, fleißige Bauern die der Natur hier ihre Existenz abringen.

7 Im Nationalpark von Timanfaya9 Lavafelder

 

 

 

 

 

 

 

10 Vulkanlandschaft11 Vulkane

 

 

 

 

 

 

 

12 Weinbau13 Tomaten mit super Geschmack

 

 

 

 

 

 

 

14 Landwirtschaft15 Schwierige Landwirtschaft

Als Abschluss meiner Inselrundfahrt besuche ich noch den Sueden der Insel, landschaftlich ebenfalls sehenswert, nur die Kueste verlasse ich wieder sehr schnell. Hier ist das groeßte Touristische Zentrum der Insel.

 

 

 

 

16 Salzgewinnung17 Reservat fuer Touristen im Sueden von Lanzarote

 

Nach vier Tagen verlasse ich Arrecife und segle an die Suedspitze Lanzarotes. In der Playa de Papagayo verbringe ich die naechsten drei Tage mit schwimmen, kochen, putzen, lesen……

 

 

 

18 Segle an Arrecibeife vor19 Ankerplatz Playas de Papagayo