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2018-12-12 01:09

Freitag 29.Juni 2012, nach einer sehr ruhigen Nacht auf dem einzigen Ankerplatz bei den Desertas genieße ich mein Fruehstueck. Gruener Tee und eine Schale mit klein geschnittenem Obst, Braunhirse, Nuesse und Joghurt. Eine Woche vorher war es hier nicht so gemuetlich als ich mit Melitta und den Bogners hier her segelte. Bei ueber 40 Knoten Wind konnten wir unmoeglich bleiben und mussten wieder zurueck nach Funchal. Ich beobachte die Voegel, in den Felsformationen hier haben sie ein schoenes Leben, durch nichts und niemanden gestoert.

9h, Anker auf, setze Groß und Genua und schleiche bei leichtem Wind aus Nordost der Insel entlang. Keine Welle, Wind wird noch weniger, eine gute Gelegenheit die Pantry zu saeubern und anschließend die Teppiche auszuklopfen. Der Tag vergeht mit Schiffputzen um 16h ist der Wind ganz weg. Spiegelglatte See, berge die Segel und gehe schwimmen. Es hat 32 Grad Luft und 26,3 Grad Wassertemperatur, eine Seltenheit hier.

1 Flaute

18h, Abendessen, gruener Salat, Gemuese und Thuna aus der Dose.

21,15 schoener Sonnenuntergang. Bereite mich auf eine ruhige Nacht vor. Wecker ist eingestellt, bei so wenig Wind erhoehe ich die Weckzeiten auf eine Stunde. In den letzten 13 Stunden habe ich 17 Seemeilen zurueckgelegt. Nur noch 280 bis La Graciosa auf den Kanaren.

 

 

2 Sonnenuntergang

22h, leichter Wind Nordost 3-4, angenehme 5-6 Knoten Geschwindigkeit.

2h, Wind Nordost 4-5, Seegang 2, 7-8 Knoten Geschwindigkeit

3h, AIS meldet erstes Schiff, Frachter Lyulin, 610ft auf den Weg nach Panama, ETA 14.Juli

4h, Wind Nordost 5-6, Geschwindigkeit 9-10 Knoten, erstes Reff in Genua, berge Angeln, bei beiden Koeder verloren.

12h, 143 Seemeilen seit Funchal

15h, hohe Welle unangenehm von der Seite, Geschwindigkeit 10-11 Knoten, beruhige das Schiff mit dem zweiten und kurze Zeit spaeter mit dem dritten Reff, nun segle ich mit 7-8 Knoten.

3 Wellen4 Wellen

21h, Sonnenuntergang, hohe Wellen, schaetze 3-4 Meter, Geschwindigkeit in den Boen 9-10 Kt

Sonntag 31.Juli 2012, 0h30, habe gehofft das der Wind in der Nacht schwaecher wird. Jetzt blaeßt  er mit 24-27 Knoten aus NO. Bei Kurs 145° schlagen die Wellen gegen die Backboardseite. Die Geraeusche von Wind und Wellen uebertoenen laengst den Windgenerator. Das er auf Hoechstleistung laeuft sehe ich an den Batterieanzeigen. 14,5 Volt. Nach der Flaute am Freitag waren die Steuerboard Batterien ( hier werden Kuehlschrank, Autopilot, Radar,  Computer, Funk, Cartplotter und noch ein paar andere Instrumente gespeisst ) mit 76 Amperstunden im Minus. Nun schaltet sich der Windgenerator nur mehr minutenweise ein.

4h, Frachter Strandja auf dem Weg nach Paranagua laeuft eine Seemeile hinter mir durch. Danke an mein AIS, das mir viel ruhigere Naechte als frueher verschafft. AIS meldet mir bis zu 20 Seemeilen entfernte Schiffe und schlaegt Alarm wenn sie naeher als 6 Seemeilen kommen. Ich sehe Kurs, Geschwindigkeit, Groesse des Schiffes, wohin er faehrt, wann er dort ankommt, und das wichtigste, er sieht auch meine gesendeten Daten. Die großen sind verpflichtet AIS zu fuehren, also keine Ausrede mehr, Schiff zu klein, hohe Wellen usw. er sieht meine genaue Position, Geschwindigkeit und die Richtung in die mein Schiff segelt.

4,30 empfange die Daten eines Seglers der meinen Kurs 5 Seemeilen vor mir kreuzt. Habe nun genug von den scheinbar immer noch hoeher werdenden Wellen. Noch 23 Seemeilen bis La Graciosa, aendere meinen Kurs von 145 auf 161 komme ich halt im Sueden der Insel an, vor hatte ich vom Norden aus zwischen Lanzerote und La Graciosa durchzusegeln.

5 Sonnenaufgang Ankunft La Graciosa

7,40 Wellen aus nach dem Kap, welch eine Wohltat. Um 8h liegt Bright Star in der Playa Francesa ruhig vor Anker. Position 29°13,071N 013°31,751W, der Anker liegt in 8 Meter tiefe in den weissen Sand vollkommen eingegraben. Aufraeumen, Duschen, Fruehstuecken und die Ruhe geniessen ist die naechsten paar Stunden angesagt. Gegen Mittag fahre ich weiter in den Hauptort der Insel, hier ist eine Marina die sehr billig sein soll, ich moechte einklarieren und einkaufen. Der Marinero ruft mir schon von weiten zu, umdrehen wieder raus, alles voll, ich soll in die Bucht aus der ich gerade komme. O.k. zurueck ankern, mit dem Dinghy anlanden und dann 5km durch Knoecheltiefen heissen Sand zu Fuss in den Ort. Dort angekommen erfahre ich nun hier giebt es keine Coast Guard es ist nur in Arricife, Lanzerote moeglich einzuklarieren.

6 Weg in den Hauptort7 Strasse Hauptort

 

 

 

 

 

 

 

 

8 Caleta del Sebo9 La Graciosa