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2018-12-10 15:47

Turks and Caicos

Ideal mit dem einsetzenden Tageslicht erreichen wir Cotton Cay, unsere erste Insel in den Turks. Vorsichtig fahren wir im ungewohntem seichtem Wasser gespickt mit Korallen zum Ankerplatz. Der Anker fällt in das 2 Meter tiefe türkisen Wasser und gräbt sich komplett in den Weißen Sand ein.

Frühstück und danach gleich die ersten Entdeckungen beim Schnorchel über dem Riff neben dem Schiff. Viele Fächerkorallen und unzählige bunte Fische lösen Begeisterung aus. Etwas mulmig hingegen wird uns wegen eines großen Barracudas in dessen Futterkammer wir eingedrungen sind.

1 Anker resize2 Korallen resize

 

 

 

Am Nachmittag kommt mehr Wind auf  und wir fahren weiter nach Grand Turk um einen geschützten Ankerplatz für die Nacht zu suchen. Hier treffen wir einen zweiten Segler, einen Amerikaner mit Familie, mit dem wir uns den kilometerlangen Sandstrand teilen.

Am nächsten Tag erster Landgang, im wasserdichten Rucksack die Schiffspapiere um Einzuklarieren. Ein großes Passagierschiff auf der anderen Seite der Landzunge weist uns den Weg. Ein Großteil der 3000 Passagiere genießt hier Liegestuhl an Liegestuhl den Karibischen Strand. Zum Angebot gehört Bier, in größeren Mengen billiger, serviert in einem Kübel.

3 Cruiser resize4 Strandleben Cruiser resize

 

 

Customs and Immigration gibt es hier nicht, wir müssen in die etwa 6 km entfernte Hauptstadt Cockburn Town. Taxi lehnen wir dankend ab, pro Person und Meile 2 US.

Falsches Schuhwerk  sorgt für Blasen an den Füßen, aber wir erreichen unser Ziel. Die Stadt besteht aus vielen Häusern die verstreut und ungeordnet über die Mitte der Insel verteilt sind. Ein paar alte Häuser spiegeln die Vergangenheit in bescheidener Art.

Im Supermarkt treffe ich eine Dame von der Immigration und werde von ihr Informiert das wir beim Amtsgebäude schon vorbeigegangen sind.

Bei der Immigration stehe ich guten Willens eine Zeitlang in der Warteschlange um dann Informiert zu werden ich müsste zuerst zum Customs. Es ist schon spät, wir müssen noch die Ganze Strecke zurückgehen, und außerdem beginnt es auch noch zu Regnen. Deshalb beschließen wir das Einklarieren zu verschieben, noch einen Kübel Bier zu genießen und dann zurück auf das Boot um zu Kochen.

5 Cockburn Town resize6 Kuebel Bier resize

 

 

 

In der Nacht frischt der Wind auf, er bläst mit bis zu 27 Knoten, der Ankerplatz wird ungemütlich. Wir nutzen die Windrichtung und laufen ab, retour in Richtung Salt Cay.

Zu hohe Welle und zu schmaler Ankerbereich in der Nähe des Strandes, die Entscheidung weiter zu Segeln ist rasch getroffen.

7 Ankerplatz mit zuviel Wind resize8 Wind 32 Knoten resize

Big Sand Cay ist dann auch wirklich Ideal. Vor Wind und Wellen geschützt fällt der Anker gegenüber eines langen weißen Sandstrandes. Die Insel ist ein Naturschutzgebiet, eigentlich braucht man eine Genehmigung um sie zu betreten. Aber ohne Einklarierung gibt es keine Genehmigung, also verzichten wir auch darauf die Erlaubnis einzuholen. Die Insel ist unbewohnt, außer einem Seeadler und vielen kleinen Geckos sehen wir keine Lebewesen.

Beim erkunden der Insel wird mir klar warum ich das Licht des Leuchtturmes beim ersten mal vorbei Segeln nicht gesehen habe. Er wurde Opfer eines Hurricans, um gepustet liegt er zerstört am Boden. Nun wird er vom Weisskopf Seeadler für seinen Horst benutzt.

9 Ankerplatz Salt Cay resize10 Leuchtturm resize

 

Meine Crew beginnt mit der Säuberung des Kilometer lange Sandstrandes,  Conchmuscheln werden eingesammelt. Auch ich werde fündig und 3 angeschwemmte Fischerbojen landen als Ersatz für die Ankermarkierung im Staukasten. Weil es hier wirklich sehr schön ist hängen wir noch einen Tag Aufenthalt an und erkunden auch noch die Unterwasserwelt.

Mit angenehmen Wind segeln wir als nächstes nach Cockburn Habour, South Caicos.

Zuerst einklarieren, Costums hat ein kleines Büro bei der Kirche in dem Gebäude wo auch die Post untergebracht ist. Eine freundliche Dame erledigt die Arbeit rasch und kassiert dafür 50 US. Sie ist auch so nett und Telefoniert mit der zuständigen vom Immigrationbüro. Um 16h ist Dienstschluss und es ist kurz davor. Wir bekommen als Treffpunkt für die weitere Abwicklung des Einklarierungsprozesses die Adresse des einzigen Supermarktes wo die Beamtin dann ebenfalls unkompliziert für 15 US die Pässe auf der Tiefkühltruhe des Ladens abstempelt.

Nun sind wir ordnungsmäßig einklariert und haben für 7 Tage das Recht die Turks and Caicos zu besuchen. Nach Ablauf der 7 Tage könnten wir für weitere 300 US auf 90 Tage verlängern.

Am nächsten Tag beginnen wir die Querung durch die seichte Lagune in Richtung Providenciales, es sind mehr als 100 Km, Wassertiefe 1 bis 3 Meter mit unzähligen Korallenköpfen eine anspruchsvolle und spannende Fahrt. Nach einer Stunde Fahrt durch einem bis ein meterzwanzig seichtem Wasser stopp uns ein Tauchboot und gibt uns den gutgemeinten Rat umzukehren und außen herum im tieferen Wasser zu fahren. Ein Einheimischer kommt an Board und sieht sich unsere Elektronische Seekarte an. Nach Erklärung der geplanten Strecke sind sie beruhigt und wünschen uns eine gute Fahrt. Fahren auf Sicht, die dunklen Flecken verursacht durch Korallen, erfordern einige Ausweichmanöver, aber mit einer guten Mannschaft im Ausguck und genauer Einhaltung der Wegpunkte kommen wir ohne Grundberührung durch.

11 Ausguck resize10 Leuchtturm resize

 

 

Nach 38 Seemeilen wird es Zeit für einen Ankerplatz. Mitten auf dem Meer rundum keine Landsicht verbringen wir die Nacht neben einem Korallenfleck wo wir beim Schnorcheln viele Neonfarbige Fische beobachten können.

Der nächste Tag vergeht mit der Restlichen Durchquerung durch das Türkisgrüne Kitschige Wasser der Lagune. Auf  sicheren Ankergrund in der Sapodillia Bay fällt Abends der Anker ins knapp 2 Meter tiefe Wasser.

13 Ankerplatz Sapodili Bay resize14 Wohnen in Provo resize

 

 

North Caicos ist die am dichtest besiedelte Insel in den Caicos. Zu Fuß geht es in Richtung Hauptstadt. Nach einigen Kilometern, die Hautstadt ist immer noch nicht in Sichtweite, nimmt uns eine freundliche Einheimische auf der Ladefläche ihres Pick Ups mit. Sie bringt uns zu einer Leihwagenstation und im Nuh ist das Problem mit den weiten Strecken gelöst.

In Provinciales könnte man glauben auf den Bermudas oder in Amerika gelandet zu sein. Viele große Hotels, Supermärkte und sogar ein Golfplatz sind hier  angesiedelt. Unzählige Häuser von reichen Leuten säumen die Straßen, viele Gute Gründe um in eine einsame Bucht weiter zu segeln.

15 Villa Splendida resize16 Hotel Provienciales resize

 

 

 

 

 

 

 

Die nächsten Tage sind ausgefüllt mit Wanderungen entlang Menschenleerer Sandstrände, Muschelsammeln und Schnorcheln.

17 Strand Provo resize18 Strand Provo Westkueste resize

 

 

 

Die Urlaubszeit meiner Crew läuft ab, wir müssen wieder zurück nach Providensciales um Auszuklarieren.

Der genaue Ort dafür ist in der Cruising Guide genau beschrieben, Sams ein grünes Verwaltungsgebäude in der Stadt. Dort erfahren wir das der Weg umsonst war, der Richtige Platz liegt ganz in der Nähe unseres Ankerplatzes und ist auch zu Fuß zu erreichen.

Ausklarieren ist ebenso wie Einklarieren unproblematisch und nach Bezahlung von 50 US sind die Stempel im Pass. Nach einem weiteren Tag in der Bucht geht die Reise weiter nach West Caicos. Auf der Insel gibt es eine Marina die schon vor Fertigstellung Pleite war, mittendrinnen ankern wir geschützt umgeben von Palmen in ruhigen Wasser.

19 Marina West Caicos resize20 Unfertige Hotelanlage resize

 

 

 

 

 

 

Die Insel ist im Privatbesitz gekauft von Ritz – Carlton Empire. Molasses Reef Hotel eine unfertige gigantische Hotelanlage im Norden der Insel lädt  zum Staunen ein. Noch nie habe ich soviel in den Sand gesetztes Geld gesehen.  Zahlungsunfähigkeit stoppte den Bau kurz vor  der Fertigstellung, hier sieht man wie auch Luxus schön langsam verrottet.

21 Hotel Haupthaus resize22 Hotel innen resize

 

 

 

 

 

 

Nach noch einem Tag Pause, einige arbeiten am Schiff waren wieder einmal fällig, verlassen wir die Insel mit dem Nächsten Bahamas, Little Inagua.