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2018-12-10 15:00

Überfahrt Kuba Cayman Island, Columbien Provenciale bis Panama

Nach der letzten Nacht in Kubas Gewässern auf Cajo Blanko segeln wir Frühmorgens los mit dem Ziel Cayman Brac.124 Seemeilen, eine ruhige Fahrt bei wenig Welle und Wind und so ist wieder einmal eine Nachtfahrt angesagt. 2 Meilen vor Cayman Brac schläft der Wind ein und das Meer glättet sich. Auf Kanal 16 begrüßt uns die Küstenwache, nach Fragen wie woher wohin wie viele Personen an Board Flagge usw. wird uns ein Platz zugewiesen um Einzuklarieren.

Kaum liegen wir an der Boje werden wir wieder über Funk gerufen und gefragt ob wir ein Beiboot haben. Damit an Land wo schon Custom Immigration und ein Herr vom Gesundheitsamt warten. Sehr freundlich sind die Beamten und beim Ausfüllen der Papiere hilfreich. Zum Schluss möchte der Herr von der Gesundheitsbehörde auf Bright Star übergesetzt werden um das Schiff zu Desinfizieren. Er geht mit einer Spraydose durch das Schiff sprüht einige Male bei offenen Fenstern und schreibt danach eine Rechnung über 50.- US. Einklarieren kostet Wochentags nichts, heute ist aber Samstagabend also sind 70.- US über Zeit Zuschlag zu bezahlen.

Wir sind wieder zurück in der gewohnten westlichen Welt, das stellen wir fest als wir den ersten Supermarkt betreten. Die Regale sind voll mit Waren ohne die wir die letzten Wochen auskommen mussten. Neue Autos auf den Straßen und schnelles Internet um sich nach längerer Zeit wieder telefonisch zu Hause melden zu können. Die Insel ist sauber, die Einwohner grüßen uns und das Wasser ist klar und es gibt viele Korallen zu erkunden.

Nach drei Tagen geht es weiter auf die nur 9,4 Seemeilen entfernte Insel Little Cayman. Südseefeeling erwacht bei der Einfahrt durch das Riff in die Lagune. Die Einfahrt ist schmal und man sieht sie erst spät in der hohen Brandung. Aber einmal in der Lagune fühlt man sich gleich wohl. Ein anderer Segler teilt mit uns das Türkisgrüne Wasser. Inselbesichtigung und Schnorcheln lassen zwei Tage schnell vergehen.

1 Little Cayman Riff resize2 Little Cayman Riffeinfahrt Lagune resize

 

 

 

Wir setzten Segel und legen 95 Seemeilen in einer Nachtfahrt nach Grand Cayman zurück. In Grand Cayman müssen wir wieder frisch Einklarieren aber dieses Mal ohne Kosten. George Town ist eine reiche Stadt, Banken und moderne Firmengebäude beherrschen das Bild. Entlang des 7 Miles Beach reihen sich teure Hotels und Ferienanlagen. Allerdings dürfte die Finanzkrise der vergangenen Jahre auch hier spürbar sein. Viele Gebäude und Wohnungen stehen zum Verkauf.

3 Grand Cayman Finanzkrise leerstehende Gebaeude resize4 Grand Cayman Wohnen Autos resize

 

 

 

 

 

Ein großer Karnevalsumzug zeigt uns das Fröhlichkeit nichts mit der Menge getrunkenen Alkohols zu tun hat. Kein Vergleich mit Mindelo oder Dominica wo auch ohne teuren Kostümen richtig Stimmung war. Nach dem verproviantisieren für die nächsten Wochen geht es weiter in Richtung Providenciales eine Insel die zu Kolumbien gehört.

5 Grand Cayman Carneval Umzug resize6 Grand Cayman Carneval resize

 

 

Die Wettervorhersage ist ideal. 15 – 20 Knoten Wind aus Ost versprechen gemütliches halbwindsegeln. Leider stimmen dieses Mal die Vorhersagen überhaupt nicht, Wind nimmt zu hält die ganze Zeit 27 – 34 Knoten und wir segeln 2 Tage lang zwischen unzähligen Gewittern. Unser erstes Ziel wäre die Serranilla Bank, ein Riff das zu Kolumbien gehört, gewesen. Leider dreht der Wind in die falsche Richtung und wir müssen noch eine Nachtfahrt drauflegen um zum nächsten Riff 90 Seemeilen weiter zu Segeln. Die Serrana Bank erreichen wir um Mitternacht und hohe Wellen machen uns die Entscheidung leicht weiter bis zum Low Cay Riff zu Segeln. Nach 389 Seemeilen fällt der Anker im Schutze des Riffs in das Türkisgrüne Wasser. Einen Tag brauchen wir um Bright Star innen trockenzulegen. Eine der drei Meter hohen Wellen hat ein seitliches Fenster aufgedrückt und in der mittleren Kajüte Matratze und das gesamte Bettzeug Lager unter Wasser gesetzt. Alles muss nun mit Süßwasser gewaschen werden, der Wassermacher läuft auf Hochtouren. Erst danach haben wir für das Riff und seine Bewohner Zeit um Schnorchelnd Besuche zu Absolvieren.

7 Columbien Low Cay Isla de Providencia resize8 Columbien Messmarke Providencia resize

 

 

 

9 Meilen weiter ist unsere nächste Station. Isla de Providencia, eine grüne Insel mit vielen Palmen. Einklarieren soll hier 100.- US kosten. Wir verstauen die Schiffspapiere im Wasserdichten Rucksack um wenn wir gefragt werden sagen zu können wir sind auf dem Weg zum Einklarieren. Beim Rundgang auf der Insel stellen wir fest dass wir auch hier längere Zeit verbringen könnten. Die Preislisten bei den Restaurants sind etwas ungewöhnlich. Ein Sandwich kostet 10.000.- Peso. Für einen Euro bekommt man 2000.- Peso. Wir wollen weiter, und nach dem Besuch der zwei ungewohnt billigen Supermärkten geht es wieder zurück auf das Schiff.

9 Providencia Kolumbien resize10 Providencia San Andres resize

 

 

 

 

 

 

Zeitig am nächsten Morgen segeln wir weiter zur Isla Bolivar im letzten zu Kolumbien gehörenden Riff. Die Insel ist ein Militärstützpunkt mit 10 Soldaten Besatzung und so verbringen wir eine gut beschützte Nacht vor Anker. Am nächsten Morgen bringen wir als Dank ein paar Dosen Bier und dürfen einen kurzen Rundgang durch die Anlage machen.  

11 Cajo Bolivar resize12 Militaerstuetzpunkt resize

 

 

261 Seemeilen ist der nächste Schlag bis Panama. Mittags verlassen wir die zu Kolumbien gehörende Gegend, geplant sind zwei Nachtfahrten. Normalerweise ist vor Panama nicht viel Wind, so zeigt es auch die Wettervorschau. Die Tanks sind immer noch ausreichend gefüllt und es wäre kein Problem Panama mit Dieselwind zu erreichen. Aber die Wettervorschau stimmt wieder nicht. Mit viel Wind geht es los, in den ersten 24 Stunden segeln wir 183 Seemeilen. Den Ankerplatz in Porvenir Einklarierungsort auf den San Blas Inseln erreichen wir um 22 Uhr.

Am nächsten Morgen stellen wir fest wie eng die Fahrtrinne zwischen den Riffen ist und beschließen bei Dunkelheit in dieser Gegend nicht mehr zu fahren. Einklarieren ist in Porvenir Problemlos aber im Vergleich zu anderen Ländern ist Panama sehr teuer. 390 US für Fahrerlaubnis und Visa für zwei Personen gültig ein Jahr lang. San Blas Gebühr 60 US gültig ein Monat.